Weitere Öffnung der Kinderbetreuung behutsam angehen - Gesundheitsschutz beachten

Kommunen begrüßen Einladung zum Spitzengespräch

StGB NRW-Pressemitteilung 16/2020
Düsseldorf, 29.04.2020

Städte und Gemeinden werden ihren Beitrag leisten, um die Kinderbetreuung wieder für mehr Familien zu öffnen. Für zahlreiche Kinder und Familien stellen die aktuellen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine extreme Belastung dar. Gemeinsam mit Trägern und Land muss es nun darum gehen, praxistaugliche Lösungen für die Einrichtungen in den Städten und Gemeinden zu entwickeln. Der Stufenplan der Jugendministerkonferenz stellt dafür eine gute Grundlage dar.

"Die weitere Öffnung der Kindertageseinrichtungen wird über lange Zeit ein Drahtseilakt bleiben, bei dem wir ein Gleichgewicht halten müssen von Gesundheitsschutz auf der einen Seite und Kindeswohl auf der anderen", erklärte Dr. Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW am Mittwoch in Düsseldorf.

"In diesem Sinne werten wir es als ein gutes Signal, dass der Ministerpräsident die kommunalen Spitzenverbände für den 1. Mai zu einer Videokonferenz eingeladen hat, um die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin zu erörtern", sagte Schneider. "Ein konstruktiver und enger Austausch zwischen Land und Kommunen ist eine zentrale Voraussetzung dafür, bestmögliche Antworten auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie geben zu können", stellte Schneider fest.

Kommunen hätten entscheidend dazu beigetragen, die stufenweise Lockerung des Betretungsverbots in Kindertageseinrichtungen möglich zu machen und die Finanzierung sicherzustellen. "Wichtig ist uns, dass wir bei den weiteren Öffnungsstufen immer die Belastungsgrenzen der Einrichtungen im Blick behalten. Den Kitas steht nur ein Teil des Personals zur Verfügung, weil viele Erzieherinnen und Erzieher zur Risikogruppe zählen. Rechnet man den hohen Krankenstand mit ein, stehen den Tageseinrichtungen auf absehbare Zeit zwischen 20 und 50 Prozent des Personals nicht zur Verfügung", gab Schneider zu bedenken. Erschwerend komme hinzu, dass die Kinder wegen des Infektionsschutzes in möglichst kleinen Gruppen betreut werden sollten, man also eigentlich mehr Personal bräuchte. Auch die Raumkapazitäten seien mit Kleingruppen deutlich schneller erschöpft.

Um die Handlungsfähigkeit von Einrichtungen und Trägern zu fördern, Familien greifbare Perspektiven aufzuzeigen und die Interessen der Kinder zu berücksichtigen, sei daher ein schlüssiges Rahmenkonzept des Landes erforderlich, das Handlungsspielräume und Teilschritte für verschiedene Öffnungsszenarien definiert. Hierbei müssten die Personal- und Raumkapazitäten sowie der Gesundheitsschutz in Einklang gebracht werden

"Bei der Erarbeitung solcher Modelle werden sich die Städte und Gemeinden gemeinsam mit allen Kitaträgern gerne mit ihrem ganzen Wissen einbringen", kündigte der Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbandes an. Auf diesem Wege ließen sich am besten Lösungen entwickeln, die den zum Teil sehr unterschiedlichen Bedingungen in den einzelnen Kommunen am besten gerecht werden. In ihrem Beschluss zur stufenweisen Öffnung der Kinderbetreuung habe auch die Jugend- und Familienministerkonferenz hervorgehoben, dass bei der Ausweitung des Angebots die jeweiligen Besonderheiten der einzelnen Länder und Kommunen berücksichtigt werden müsse.

V.i.S.d.P.: HGF Dr. Bernd Jürgen Schneider, Pressesprecher Philipp Stempel, Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen, Kaiserswerther Straße 199-201, 40474 Düsseldorf, Tel. 0211/ 4587-230, Fax: -287, E-Mail: presse@kommunen.nrw , Internet: www.kommunen.nrw      
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