Verlässliche Stufen für mehr Kindertagesbetreuung sinnvoll

Der StGB NRW begrüßt den vom Land vorgelegten Stufenplan für einen Wiedereinstieg in die Kindertagesbetreuung mit einem Teil der Kinder

StGB NRW-Pressemitteilung 17/2020
Düsseldorf, 08.05.2020

Der heute von NRW-Familienminister Dr. Stamp vorgestellte Plan für eine zeitlich gestaffelte Öffnung der Tagesbetreuungsangebote für weitere Zielgruppen von Kindern stellt für die Kommunen aus Nordrhein-Westfalen eine sinnvolle Grundlage dar. "Auf dieser Basis können die Jugendämter und die Träger von Tageseinrichtungen die einzelnen Schritte einer weitergehenden Betreuung von Kindern mit dem notwendigen zeitlichen Vorlauf planen", betont Dr. Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW.

"Die Berücksichtigung der Vorschulkinder, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten, und der Kinder mit Behinderungen ist ein Ansatz, der mit Beginn der Stufenplans am 14. Mai gerade die in den Blick nimmt, deren Unterstützung uns ein wichtiges Anliegen ist. Auch die Betreuung der übrigen Vorschulkinder ab dem 28. Mai ist ein Schritt in die richtige Richtung, da hierdurch der gesamte letzte Kita-Jahrgang auf den Übergang in die Grundschule vorbereitet werden kann", sagte Schneider. Positiv sei insbesondere hervorzuheben, dass diese Schritte im Detail mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Trägervertretern abgestimmt worden seien.

Die Umsetzung dieser beiden Stufen werde für zahlreiche Kommunen und Träger von Tageseinrichtungen eine Herausforderung darstellen, da in Zeiten der Corona-Krise das Personal knapper geworden sei. Insbesondere ältere Fachkräfte und Personen, die Risikogruppen angehörten, stünden derzeit nicht zur Verfügung. Auch das Einhalten der strengeren Hygienestandards stelle die Einrichtungen vor Probleme. Da wegen des Infektionsschutzes darüber hinaus die Betreuung in kleineren Gruppen geboten sei, würden oftmals nicht nur die personellen, sondern auch die räumlichen Ressourcen ausgeschöpft.

"Wir unterstützen den Ansatz, allen Kindern in einer bis Ende Mai noch festzulegenden Form zumindest eine Anbindung an die Kindertagesbetreuung zu ermöglichen", erläutert der Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbandes. Angesichts der knappen Kapazitäten könnten für die jüngeren Kinder der Besuch der Einrichtung allerdings nur an einzelnen Tagen möglich seien, dämpft Schneider die Erwartungen. "Ob wir in einem letzten Schritt vor den Sommerferien tatsächlich noch alle Kinder betreuen können, muss angesichts der begrenzten Spielräume bezweifelt werden."

Positiv sei hervorzuheben, dass auch die Kindertagespflege in einem ersten Schritt wieder alle zweijährigen Kinder betreuen werde. Es sei geboten, die Eltern zu entlasten, wo dies möglich sei. Auch die Kindertagespflege gehe daher in kleinen Gruppen wieder in Richtung Normalität.

"Um der Pandemie-Situation gerecht zu werden, muss es bei steigenden Betreuungszahlen allerdings klare Regelungen zum Personaleinsatz und zu den Gruppengrößen durch das Land geben", machte Schneider deutlich. In den Kitas könne aktuell nicht in Gruppen mit 20 Kindern gearbeitet werden. Auch hierzu würden aktuell Gespräche mit der Fachabteilung des Jugendministeriums geführt.

V.i.S.d.P.: HGF Dr. Bernd Jürgen Schneider, Pressesprecher Philipp Stempel, Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen, Kaiserswerther Straße 199-201, 40474 Düsseldorf, Tel. 0211/ 4587-230, Fax: -287, E-Mail: presse@kommunen.nrw , Internet: www.kommunen.nrw      
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