Mitteilungen - Finanzen und Kommunalwirtschaft

StGB NRW-Mitteilung 20/2019 vom 20.12.2018

Öffentliche Schulden bundesweit im 3. Quartal 2018

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilt, war der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) beim nicht-öffentlichen Bereich zum Ende des dritten Quartals 2018 mit 1.929,8 Mrd. Euro verschuldet. Wie weiter mitgeteilt wird, sank der Schuldenstand gegenüber dem Ende des dritten Quartals 2017 um 2,3 Prozent beziehungsweise 45,0 Mrd. Euro. Gegenüber dem zweiten Quartal 2018 verringerte sich der Schuldenstand um 0,2 Prozent beziehungsweise 4,8 Mrd. Euro. Zum nicht-öffentlichen Bereich zählen Kreditinstitute sowie der sonstige inländische Bereich (zum Beispiel private Unternehmen) und der sonstige ausländische Bereich.

Alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts haben Schulden abgebaut. Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,5 Prozent (-7,6 Mrd. Euro) auf 131,1 Mrd. Euro. Die Gemeinden und Gemeindeverbände aller Länder konnten ihre Schuldenstände reduzieren.

Starke Rückgänge der Schuldenstände gab es in Mecklenburg-Vorpommern (-9,4 Prozent) und Sachsen (-8,9 Prozent). Besonders groß war der Rückgang in Hessen (-21,0 Prozent). Hier ist zu berücksichtigen, dass die HESSENKASSE Kassenkredite von 144 hessischen Kommunen in Höhe von 3,6 Mrd. Euro übernommen hat, die nicht mehr in der Schuldenstatistik nachgewiesen werden.

Die Länder waren zum Ende des dritten Quartals 2018 mit 572,0 Mrd. Euro verschuldet. Das entspricht einem Rückgang um 3,4 Prozent beziehungsweise 20,3 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Bis auf Hamburg und Schleswig-Holstein haben alle Bundesländer ihre Schulden verringert. Den höchsten Rückgang hatte Sachsen mit -13,9 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg (-12,5 Prozent) und Bayern (-11,4 Prozent).

Die Verschuldung des Bundes sank gegenüber dem Ende des dritten Quartals 2017 um 17,1 Mrd. Euro beziehungsweise 1,4 Prozent auf 1.226,3 Mrd. Euro. Der Bund konnte seine aufgenommenen Kassenkredite um 5,4 Mrd. Euro (-22,4 Prozent), seine Kredite um 5,7 Mrd. Euro (-11,8 Prozent) und seine Wertpapierschulden um 6,1 Mrd. Euro (-0,5 Prozent) abbauen.
Die vollständige Pressemitteilung ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Az.: 41.5.4-001/001

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