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StGB NRW-Mitteilung 472/2000 vom 05.09.2000

Öffentliche Bibliotheken im Betriebsvergleich

Gute Bibliotheksarbeit zeichnet sich dadurch aus, daß maximale Kundenorientierung bei effektivem Mitteleinsatz erreicht wird. Wie läßt sich jedoch die Leistung einer öffentlichen Bibliothek messen und vor allem verbessern, wenn unternehmerische Erfolgsfaktoren wie Gewinn oder Umsatz fehlen?

Die schwierige Aufgabe öffentlicher Bibliotheken als kommunale Dienstleister besteht derzeit darin, den sich permanent verändernden Informationsbedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden.

Die eigene Standortbestimmung ist der erste Schritt jeder Bibliothek zur Beantwortung der Frage, wie Bibliotheken ihren Aufgaben auch bei sinkenden Personal- und Medienetats gerecht werden und ihre Angebote aufrechterhalten oder sogar verbessern können. Die Erhebung von Kennzahlen im zeitlichen Vergleich liefert grundlegende Erkenntnisse über die Entwicklung des Leistungsspektrums einer Bibliothek und ist Basis der internen Steuerung. Die Bewertung dieser Ergebnisse im interkommunalen Vergleich ist dann der sinnvolle zweite Schritt. Betriebsvergleiche bieten den teilnehmenden Einrichtungen ein Forum, ihre eigenen Leistungen zu messen, zu vergleichen und zu bewerten. Stärken und Schwächen können dann gemeinsam analysiert werden - und in einem dritten Schritt kann dann von denjenigen gelernt werden, die bereits gute Lösungen entwickelt haben.

In Zusammenarbeit mit öffentlichen Bibliotheken (darunter die nordrhein-westfälischen Kommunen Jülich und Minden) hat die Bertelsmann Stiftung in verschiedenen Betriebsvergleichsprojekten ein praxisorientiertes Instrumentarium zur Leistungsmessung entwickelt und erprobt. Die Basis bildet dabei ein differenziertes, output-orientiertes Berichtswesen, welches Aussagen zur Ausstattung, Wirtschaftlichkeit, Kunden- und Mitarbeiterorientierung der jeweiligen Bibliothek ermöglicht. Nach dem 18 öffentliche Bibliotheken aus dem gesamten Bundesgebiet das Instrumentarium zur Leistungsmessung entwickelt und fünf Jahre lang erprobt haben, ging es in einem zweiten Schritt um die flächendeckende Verbreitung dieser Methoden. Als Partner agierten dabei 12 staatliche Fachstellen für öffentliche Bibliotheken, die in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet lokale Vergleichsringe mit rd. 80 Bibliotheken aufgebaut haben. Nach 2 ½jähriger Dauer wurde das Projekt im Dezember 1999 planmäßig abgeschlossen, wobei die Fachstellen ihre Vergleichsringe zum größten Teil weiterführen.

In einem nun vorgelegten Werkstattbericht der Bertelsmann Stiftung wurden die Implementierungserfahrungen der Fachstellen und Bibliotheken dokumentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei neben methodischen Fragen insbesondere die durch den Betriebsvergleich ausgelösten Veränderungsprozesse. Die Broschüre mit dem Titel "Öffentliche Bibliotheken im Betriebsvergleich - Erfahrungen mit der bundesweiten Verbreitung einer Methode" kann bei Interesse angefordert werden bei der

Bertelsmann Stiftung

Carl-Bertelsmann-Straße 256

Postfach 103

33311 Gütersloh

oder über das Internet unter www.stiftung.bertelsmann.de.

Az.: IV/2 470

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