Mitteilungen - Jugend, Soziales, Gesundheit

StGB NRW-Mitteilung 126/2001 vom 20.02.2001

Bericht der Bundesregierung Alter und Gesellschaft

Mitte Januar 2001 hat die Bundesregierung im Kabinett den Dritten Altenbericht behandelt und dazu eine Stellungnahme beschlossen. Der Bericht mit dem Titel "Alter und Gesellschaft", der von einer unabhängigen Sachverständigenkommission erarbeitet wurde, setzt sich auf etwa 250 Seiten umfassend mit der Lebenssituation älterer Menschen in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Er zieht eine Bilanz der ersten zehn Jahre nach Vollendung der deutschen Einheit und entwickelt Zukunftsperspektiven für die Altenpolitik des 21. Jahrhunderts.

Die jüngsten statistischen Daten über die demographische Entwicklung unterstreichen die wachsende Bedeutung der Altenpolitik. Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes zeigt, daß die Bevölkerungszahl sinkt und sich die Altersstruktur deutlich verschiebt. Bis 2050 wird sich der Anteil der jüngeren, unter 20-jährigen Bevölkerung von heute rd. 21 % auf rd. 16 % verringern, der Anteil der 60-Jährigen und älteren von heute rd. 22 % auf rd. 36 % spürbar erhöhen.

Gegenüber 1950 wird sich damit bei nahezu identischer Bevölkerungszahl der Altersaufbau der Bevölkerung im Jahre 2050 geradezu umgekehrt haben: Gab es 1950 etwa doppelt so viele Menschen unter 20 Jahren wie über 59-Jährige, so wird es im Jahre 2050 mehr als doppelt so viele ältere wie jüngere Menschen geben. Gleichzeitig wächst die Lebenserwartung weiter. Eine Frau, die heute 60 Jahre alt ist, kann im Durchschnitt damit rechnen, noch weitere 23 Jahre zu leben, ein 60-jähriger Mann noch weitere 19 Jahre. Auf diese demographische Entwicklung muß sich die Gesellschaft einstellen; und die Politik, aber auch die Verantwortlichen in Wirtschaft und Gesellschaft, müssen rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Dazu bietet der Dritte Altenbericht eine Vielzahl von wertvollen Hinweisen und Einschätzungen.

Eine Kurzfassung des Berichtes sowie der vollständige Bericht ist unter www.bmfsfj.de/top/sonstige/politikbereiche/familie/ix4792_.htm zu finden. Im übrigen verweist die StGB-Geschäftsstelle nochmals auf die vom Wirtschafts- und Sozialdezernat erarbeitete Verbandsposition "Ziel und Möglichkeiten kommunaler Seniorenpolitik" hin, die bei der Geschäftsstelle bestellt werden kann.

Az.: III 870

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