Mitteilungen - Finanzen und Kommunalwirtschaft

StGB NRW-Mitteilung 218/2022 vom 07.04.2022

Öffentliches Finanzierungsdefizit im Jahr 2021

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % auf 1.762,4 Mrd. Euro gestiegen. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen etwas stärker als die Ausgaben um 9,4 % auf 1.629,3 Mrd. Euro. Daraus errechnet sich in Abgrenzung der Finanzstatistiken ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 133,2 Mrd. Euro. Im Jahr 2020 hatte das Finanzierungsdefizit 189,2 Mrd. Euro betragen, während im Vorkrisenjahr 2019 ein Überschuss von 45,2 Mrd. Euro realisiert worden war. Das Finanzierungsdefizit des Öffentlichen Gesamthaushalts im Jahr 2021 erklärt sich zum größten Teil aus dem Finanzierungsdefizit des Bundes, das im Zusammenhang mit den Kosten der Corona-Pandemie nochmals leicht gestiegen ist. Die Angaben beziehen sich auf vorläufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte der vierteljährlichen Kassenstatistik.

Die Ausgaben des Bundes stiegen im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 9,5 % auf 560,5 Mrd. Euro und die Einnahmen um 11,2 % auf 424,7 Mrd. Euro. Da das Niveau der Ausgaben weiterhin sehr hoch war, ergibt sich für den Bund ein Finanzierungsdefizit von 135,8 Mrd. Euro im Vergleich zu einem Finanzierungsdefizit von 129,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Im Jahr 2019 konnte dagegen ein Überschuss von 14,8 Mrd. Euro erzielt werden.

Die Länder wiesen einen Ausgabenzuwachs von 4,1 % auf 507,2 Mrd. Euro und einen Einnahmenzuwachs von 12,6 % auf 510,8 Mrd. Euro aus. Daraus ergibt sich ein Finanzierungsüberschuss von 3,5 Mrd. Euro. Im Vorjahr wiesen die Länder in Folge eines kräftigen Anstieges der Ausgaben noch ein Finanzierungsdefizit von 33,5 Mrd. aus, nachdem sie im Vorkrisenjahr 2019 einen Überschuss von 16,6 Mrd. verzeichnet hatten.

Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden stiegen die Ausgaben um 3,5 % auf 303,4 Mrd. Euro und die Einnahmen um 4,3 % auf 308,0 Mrd. Euro. Damit errechnet sich für die Gemeinden und Gemeindeverbände ein Finanzierungüberschuss von 4,6 Mrd. Euro gegenüber 2,0 Mrd. Euro im Jahr 2020 und 5,6 Mrd. Euro im Jahr 2019.

Die vollständige Pressemitteilung Nr. 155 vom 7. April 2022 mit weiteren Informationen und Grafiken kann unter www.destatis.de abgerufen werden.

Az.: 41.12.3-001/001 mu

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