Telefonsäulen im Billigformat

Kommunen fordern funktions- und verbrauchergerechte Nachrüstung freistehender Fernsprechstellen

StGB NRW-Pressemitteilung 7/2002
Bergisch Gladbach, 06.03.2002

Seit einigen Monaten ersetzt die Deutsche Telekom AG das traditionelle Telefonhäuschen durch frei im Straßenraum stehende Telefonsäulen. Als Gründe für die Aufstellung dieser Telefonstellen ohne jeglichen Witterungsschutz werden geringere Reinigungs- und Instandhaltungskosten sowie ein besserer Schutz gegen Beschädigung angeführt.
 
"Der Ersatz von Telefonhäuschen durch Telefonsäulen, die über keinerlei Witterungsschutz verfügen, kann in dieser Form als Billiglösung keine Akzeptanz in der Bevölkerung finden", betonte Albert Leifert, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, heute in Bergisch Gladbach vor dem Präsidium des Verbandes. Erforderlich sei vielmehr eine Nachrüstung der Telefonsäulen. Diese sollten mit einfach anzubringenden Ober- und Seitenteilen versehen werden, um einen Schutz gegen Lärm und Witterungseinflüsse sicherzustellen.
 
Dies sei, so der Präsident, ursprünglich von der Telekom in Aussicht gestellt worden. In der Vergangenheit hätten die Städte und Gemeinden mit großem Aufwand in öffentlichen Einrichtungen sichergestellt, dass die Bevölkerung vor Witterungseinflüssen geschützt ist. So wurden Bushaltestellen, Fahrrad-Abstellplätze und vieles mehr umgerüstet, um eine verbrauchergerechte Nutzung zu garantieren. "Dieses Ziel sollte auch für ein Unternehmen, welches mit kundenfreundlichem Service wirbt, selbstverständlich sein", mahnte Leifert.

Beim Abbau öffentlicher Telefonstellen wie auch beim Austausch vorhandener Telefonzellen durch neue Telefonsäulen seien die Kommunen der Telekom AG stets weitgehend entgegen gekommen. So sei der Austausch an einzelnen Standorten - insbesondere an überdachten Plätzen, Bahnhöfen, Passagen - eine Möglichkeit, die wirtschaftlichen Interessen der Telekom mit ihren Infrastruktur-Verpflichtungen in Einklang zu bringen.
 
Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass die berechtigten Belange der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr berücksichtigt würden. Daher sei die Bitte zahlreicher Kommunen nachvollziehbar, die Telefonsäulen entsprechend nachzurüsten. Für eine Billiglösung, bei der die Bevölkerung sprichwörtlich im Regen stehen gelassen werde, könne kein Verständnis erwartet werden. Die Telekom AG sei in der Pflicht, nicht weiter halbherzige Lösungen anzubieten, sondern den nachvollziehbaren Forderungen der Kommunen im Interesse der Verbraucher zu entsprechen.

V.i.S.d.P.: HGF Dr. Bernd Jürgen Schneider, Pressesprecher Philipp Stempel, Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen, Kaiserswerther Straße 199-201, 40474 Düsseldorf, Tel. 0211/ 4587-230, Fax: -287, E-Mail: presse@kommunen.nrw , Internet: www.kommunen.nrw      
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